Wie verläuft die Berufsausbildung als Erzieherin

„Die Zukunft liegt in den Händen der Kinder – und die Zukunft der Kinder liegt in unseren Händen!“ Das Wohl der Kinder steht an erster Stelle und es ist die Aufgabe der Eltern und Erzieher, sie auf das spätere Leben in der Erwachsenenwelt vorzubereiten. In der Ausbildung zur Erzieherin werden all die dafür benötigten Fähigkeiten und Kenntnisse vermittelt.

Allgemeines zur Ausbildung

Für die Ausbildung zur Erzieherin gilt eine bundesweit einheitliche Regelung. Am Ende besitzt man einen staatlich anerkannten Berufsabschluss. Man kann die Lehre entweder in Vollzeit an einer Fachschule oder einem Berfuskolleg absolvieren, was meist die Berufsanfänger tun oder als berufsbegleitende Umschulung. Viele Berufsschulen bieten den Schülern mittlerweile an, gleichzeitig ihr Abitur oder ihr Fachabitur zu erlangen. In Vollzeit benötigt man für die
Ausbildung 2 Jahre und in Teilzeit dauert sie 4,5 Jahre.

erzieherin

Erzieherinnen arbeiten in Einrichtungen, die auf die Betreuung von Kindern ausgelegt sind. Hierbei handelt es sich vorrangig um Kindertagesstätten. Aber auch in Jugendheimen, betrieblichen Kindergärten, Mittagsbetreuungen oder auch bei Behörden oder Beratungsstellen kann man als Erzieherin eingesetzt werden.

Voraussetzungen für die Ausbildung

Je nach Bundesland, werden andere Voraussetzungen für die Erzieherausbildung benötigt. In der Regel benötigt man jedoch einen mittleren Schulabschluss. Für eine Weiterbildung wird außerdem meist Praxiserfahrung verlangt oder aber einen bereits absolvierten Abschluss als Kinderpflegerin oder Erziehungshelferin. Weiterhin muss ein Führungszeugnis und ein ärztliches Attest von einem Amtsarzt vorgelegt werden. Möchte man in einer kirchlichen Ausbildungsstätte angenommen werden, muss man meist evangelisch oder katholisch getauft sein. Die meisten Schulen verlangen eine Bewerbung mit Anschreiben und Lebenslauf. Daraufhin finden Aufnahmeverfahren statt um die Eignung zu überprüfen. Im Bereich der persönlichen Eigenschaften sollte man über ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und Sozialkompetenz verfügen, kommunikationsfähig sein und Spaß am Umgang mit Kindern haben.

Ausbildungsinhalte

Die Ausbildung ist in zwei Bereiche gegliedert. Zum Einen in einen beruflichen Teil und zum Anderen in einen berufsübergreifenden Teil. Mit allgemeinbildenden Unterrichtsfächern beschäftigen sich die Erzieher im berufsübergreifenden Teil. Dazu gehören Deutsch, eine Fremdsprache, Politik und Soziologie, Ethik oder Religion, sozialpädagogische Fächer und Konzepte, Gesundheitspädagogik sowie medienbezogene Fächer, Organisation, Verwaltung und Recht. Praktische und fachliche Inhalte werden im beruflichen Teil behandelt.

Am Ende der Ausbildung steht eine Abschlussprüfung an. Mit dem Bestehen aller Projektarbeiten und Klausuren während der Ausbildung sowie der Absolvierung des Pflichtpraktikums, ist man zu dieser Prüfung zugelassen. Die Prüfung gliedert sich in einen schriftlichen und einen praktischen Teil. Während im schriftlichen Teil zwei Klausuren in den fachlichen Bereichen geschrieben werden müssen, wird im praktischen Teil die Planung, Vorbereitung und Durchführung einer erzieherischen Aufgabe verlangt. Möchte man zusätzlich das (Fach-)Abitur ablegen, müssen weitere Prüfungen geschrieben werden.

Berufliche Aussichten

Derzeit ist die Nachfrage nach Erziehern und Erzieherinnen sehr hoch, da seit einigen Jahren jedes Kind einen Anspruch auf einen Betreuungsplatz hat. Aufgrund dessen wurden viele neue Einrichtungen gegründet, in denen derzeit noch ein großer Mangel an Personal herrscht. Auch Weiterbildungen zum Fachwirt im Erziehungswesen oder im Sozial- und Gesundheitswesen kann man als Erzieher absolvieren. Mit diesen Abschlüssen besteht die Möglichkeit, die Leitung einer Einrichtung zu übernehmen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.